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Samstag, 2. Mai 2009

FCN siegt in Trier

Mit einem nach dem Spielverlauf ziemlich souveränen Sieg hat der 1. FC Nürnberg seine Chancen auf die Teilnahme am Challenge Cup der kommenden Saison gewahrt. Beim Ex-Meister aus Trier gewann man mit 35:33 (16:15) und konnte dabei sogar teilweise an die Form vergangener Tage anknüpfen. Vor allem funktionierte zum ersten Mal in dieser Saison das Zusammenspiel zwischen dem Rückraum und Franziska Garcia-Almendaris, die mit ihrer Schnelligkeit am Kreis der Defensive des Gegners immer wieder Kopfschmerzen bereitete. Entweder sie kam selber erfolgreich zum Abschluss oder sie erkämpfte sich einen Siebenmeter. Nach einem Rückstand zu Beginn fand der FCN unter anderem dadurch schnell in die Begegnung und man merkte, dass das Fehlen von Geburtstagskind Katrin Engel und Christina Rohde den Rest des Teams nicht belastete, sondern man in Außenseiterrolle locker und befreit aufspielte, was auch auf die junge Linda Jäger zutraf. Auch der Fakt, dass sie sich nahtlos ins Spiel des Clubs einfügte, sorgte für eine knappe Führung zur Pause.

In der zweiten Halbzeit brannten die Handballerinas dann ein wahres Feuerwerk ab. Traumhafte Kombinationen und schnelle Tore im Tempogegenstoß nach vielen tollen Paraden von der bärenstarken Marianna Gubova gab es im Minutentakt zu sehen. Die mitgereisten Fans erhoben sich nach zahlreichen Bilderbuchtreffern von Franziska Beck von ihren Plätzen und spendeten stehende Ovationen. Vor gefühlten 20 Fans in der Trierer Arena setzte sich der Gast dadurch immer mehr ab und spätestens zehn Minuten vor dem Ende war beim Stande von 31:23 für die Clubberinnen alles klar, auch wenn einige unnötige Fehler und Wechsel die Sache noch spannender machten, als sie wirklich war. In zwei Wochen geht es dann gegen Blomberg um den Einzug ins Finale um den fünften Platz. Unabhängig vom Ausgang des Duells der Lipperländer gegen Trier zählt dann nur ein Sieg, wenn man das Ticket nach Europa doch noch buchen will.

Torschützen:

Nadgornaja, Pal (je 7), Egger (6), Arnosova, Mozgovaja (je 3), Schneider (3/3), Vallet (2), Eickhoff, Pütz (je 1) - Rösler (13/6), Beck, Garcia-Almendaris (je 6), Walzik (4), Jäger, Wohlbold (je 3)

Siebenmeter: 3/5 - 6/6

Zeitstrafen: 6 - 3

Mittwoch, 22. April 2009

Leipzig zu abgezockt

Für Geburtstagskind Christina Rohde begann das Spiel gegen den HC Leipzig wie aus dem Bilderbuch, als sie schon nach 22 Sekunden das 1:0 für ihr Team markierte. Mit dem Schlusspfiff wehrte Katja Schülke ihren direkten Freiwurf sicher ab. Dieser Verlauf stand sinnbildlich für das Spiel des FCN an diesem Abend, dem gegen den Gast aus Sachsen nach tollem Start die Luft ausging. Am Ende gewann der Vizemeister beim amtierenden Champion mit 29:23 (16:13) und profitierte dabei vor allem von der körperlich schlechten Verfassung des Clubs sowie dessen Ideenlosigkeit in der Offensive. Schon seit einiger Zeit stockt das Spiel der Handballerinas gerade im Halbfeldangriff, die immer größer werdenden körperlichen Strapazen sind deutlich sichtbar und wirken sich natürlich auch auf die Leistungen der einzelnen Spielerinnen aus. Dazu kommt, dass kaum ein taktisches Konzept zu erkennen ist. Hat sich die Defensive des Gegners einmal auf die Schützlinge von Csaba Szücs eingestellt, dann funktioniert meist nicht mehr viel bei den Fränkinnen. So war es auch gegen den HCL, als man nach 15 Minuten mit 10:7 in Führung lag und es wirklich gut aussah.

Danach übernahmen die Gäste das Zepter und konnten, vor allem gestützt von der bärenstarken Schülke, die Partie drehen. Plötzlich führten die Sächsinnen mit 12:10, bis zur Halbzeit zogen sie auf 16:13 davon. Direkt nach dem Seitenwechsel war die Dominanz der Leipzigerinnen fast schon eklatant. Teilweise wie im Training spulte der HCL sein Programm herunter und erlaubte dem Club in den ersten elf Minuten nur einen Treffer. Das war natürlich viel zu wenig und so lag man teilweise mit sieben Toren im Hintertreffen. Während bei Leipzig mit Natalie Augsburg oder Ulrike Stange Spielerinnen mit Länderspielerfahrung von der Bank kamen, krochen die Leistungsträgerinnen des FCN weiter auf dem Zahnfleisch. Nur Franziska Garcia-Almendaris konnte teilweise für Entlastung sorgen, wobei ihr die fehlende Bindung noch deutlich anzumerken wer. Auch wenn man sich nochmals kurz aufbäumte und auf drei Tore verkürzen konnte, war an diesem Abend schlicht und ergreifend nicht mehr drin. Nun muss also definitiv am Samstag in Frankfurt gewonnen werden, wenn man in die Playoffs einziehen will, ein Unentschieden würde das sichere Aus im Kampf um die Titelverteidigung bedeuten.

Torschützen:

Engel (9/6), Rösler (6/2), Beck (3), Wohlbold (2), Garcia-Almendaris, Rohde, Walzik (je 1) - Kudlacz (7), Müller (5/1), Ommundsen (5/2), Erikson, Ulbricht (je 3), Augsburg, Stange (je 2), Daniels, Urne (je 1)

Siebenmeter: 8/8 - 3/4

Zeitstrafen: 2 - 2

Donnerstag, 5. Februar 2009

Trio verlässt den FCN

Wie heute bekannt gegeben wurde verlassen die beiden Nationalspielerinnen Ania Rösler und Jana Krause zum Saisonende den 1. FCN Handball und schließen sich dem HC Leipzig bzw. dem Buxtehuder SV an. Während bei Rösler vor allem die neue sportliche Herausforderung sowie die berufliche Perspektive den Ausschlag gaben, waren bei Krause vor allem persönliche Gründe für den Wechsel verantwortlich, da ihr Freund in Kiel zu Hause ist. Auch Franziska Garcia-Almendaris wird den Club verlassen, ihren neuen Arbeitgeber wollte die ehemalige Ketscherin aber noch nicht bekannt geben. Alle Spielerinnen haben aber versichert, dass sie bis zum Schluss mit vollem Engagement bei der Sache sein werden und sich möglichst mit einem Titel aus der Frankenmetropole verabschieden wollen. Nächste Gelegenheit auf dem Weg dazu einen wichtigen Sieg einzufahren hat man am Samstag bei ProVital Blomberg-Lippe, wobei man gegen die Westfalen auf Beate Scheffknecht verzichten muss. Die junge Österreicherin zog sich im Training eine Platzwunde an der Lippe zu und musste mit sieben Stichen genäht werden.

Donnerstag, 20. November 2008

Saison 08/09 - Halbzeitfazit

In der Hinrunde der aktuellen Saison steht zwar noch ein Spieltag aus, aber die EM-Pause gibt uns die Gelegenheit ein erstes Fazit zu ziehen. Nach zehn Partien steht der 1. FC Nürnberg auf dem neunten Platz der Tabelle, rein sportlich gesehen wäre man punktgleich mit dem Zweiten Leverkusen derzeit Dritter. Würde man also nicht wegen der Fristversäumnisse vier Punkte abgezogen bekommen, dann stünde man eigentlich sehr gut da in Anbetracht der Tatsache, dass es vor Beginn der Spielzeit einen erneuten Aderlass im Kader gab. Gleich vier Stammkräfte sowie das Trainergespann verabschiedeten sich aus Nürnberg. Neben dem Duo Herbert und Helfried Müller, dass durch Csaba Szücs ersetzt wurde, verließen Miriam Simakova, Steffi Ofenböck, Petra Popluharova und Maja Sommerlund den Verein. Auch Simone Luber und Alexandra Kubasta stehen nicht mehr zur Verfügung.

Dennoch schaffte man es fast schon sensationell nach der Auftaktpleite bei Aufsteiger Göppingen die Kurve zu kriegen und sich in die Saison förmlich hinein zu kämpfen, obwohl man wie schon so oft mit herben Rückschlägen leben musste. So verweigerte die EHF die Austragung der Champions League-Partien in der Halle am Berliner Platz, weshalb man zunächst nach Bamberg ausweichen wollte, sich schlussendlich aber für die Arena Nürnberger Versicherungen entschied, was zusätzliche Kosten mit sich brachte. Hinzu kam die schwere Verletzung von Neuzugang Franziska Garcia-Almendaris, die als Kreisläuferin eigentlich gesetzt war. Sie riss sich beim Vorbereitungsturnier in Schmelz das Kreuzband und sorgte so unfreiwillig dafür, dass Sara Walzik ihre Position in der Offensive übernehmen musste, nur teilweise entlastet von Nachwuchshoffnung Tanja Schorradt. So fehlte Walzik natürlich auf ihrer angestammten Linksaußen-Position, wo nun Franziska Beck fast immer 60 Minuten auf dem Feld steht. Ein großes Risiko, wer die Karriere der gebürtigen Nürnbergerin bisher verfolgt hat. Aber nicht nur für sie ist die Belastung immens hoch, auch der Rückraum hat unter den fehlenden finanziellen Mitteln arg zu leiden.

Da für Beate Scheffknecht der Sprung aus der österreichischen Liga nach Deutschland nicht auf Anhieb zu packen war, immerhin ist sie auch erst 18 Jahre alt, war der Druck auf das Trio Ania Rösler, Kerstin Wohlbold und Christina Rohde extrem hoch. Als Wohlbold dann gegen Trier erkrankt fehlte, musste Linda Jäger (17) in die Bresche springen. Am Ende sprang ein Remis (27:27) heraus. Auch wenn Jäger ihre Sache sehr ordentlich machte, nicht immer konnte ein leistungsmäßiger Ausfall des Rückraum-Trios von den Youngstern kompensiert werden. Gerade in der Champions League machten sich die körperlichen Defizite ziemlich bemerkbar, weshalb man nach drei Partien mit 0:6 Zählern hinter den punktgleichen Teams aus Viborg, Ljubiljana und Metz (je 4:2) am Ende der Gruppe D steht und eigentlich schon ausgeschieden ist.

In der Liga hingegen konnte man durch die individuelle Klasse der einzelnen Spielerinnen sechs Siege einfahren, auch wenn man dabei etwas Glück hatte, denn die Partie beim Thüringer HC hatte man eigentlich verloren. Der Gegner wurde aber für die eigene Dummheit bestraft und die Punkte am grünen Tisch dem Club zugesprochen, da die Erfurter eine nicht spielberechtigte Akteurin eingesetzt hatten. Zu den sechs Erfolgen kommt das bereits erwähnte Remis gegen Trier. Wichtige Siege fuhr man zu Beginn vor allem in Oldenburg und Buxtehude ein, die beide noch vor dem FCN platziert sind.

Aktuell ist man zwar drei Punkte von den Playoff-Rängen entfernt, für ein Erreichen der Finalrunden sprechen aber gleiche mehrere Punkte. So trägt man sieben der verbleibenden zwölf Partien noch in eigener Halle aus, darunter eine Serie von drei Spielen hintereinander, in der man die direkte Konkurrenz aus Oldenburg, Buxtehude und Göppingen empfängt. Außerdem zeigen die anderen Mannschaften sehr schwankende Leistungen, weshalb der Abstand auf die vorderen Plätze noch nicht allzu groß ist. Die anstehende Rückkehr von Almendaris gibt zudem weitere Hoffnung.

Neben der individuellen Stärke, immerhin sind mit Rösler, Walzik, Rohde und Torhüterin Jana Krause gleich vier Cluberinnen im DHB-Kader der EURO zu finden, konnte man vor allem mit einer soliden Defensive überzeugen. Krause etablierte sich vor Marianna Gubova als neue Nummer eins im Nürnberger Kasten, bildet mit der erfahrenen Slowakin aber wohl das beste Gespann der Liga. Nicht ohne Grund hat man mit 248 Treffern die wenigsten Gegentore aller Teams kassiert. Dafür haperte es teilweise in der Offensive etwas an Kreativität und Spritzigkeit, Letzteres natürlich verständlich angesichts des Mammutprogramms der letzten Wochen mit zahlreichen Auswärtsspielen, unter anderem in Viborg und Metz.

Trotzdem sollte man mit den bisher gezeigten Leistungen des Teams zufrieden sein und optimistisch in die zweite Saisonhälfte gehen. Auch im Pokal ist man noch vertreten, wenn auch mit Leverkusen ein harter Brocken in der nächsten Runde wartet. Immerhin genießt man Heimrecht und hat noch eine Rechnung mit den Rheinländerinnen zu begleichen. Gegen Bayer setzte es nämlich die bisher einzige Niederlage in der BBZ, als man unglücklich mit 26:27 unterlag. Ein weiterer Beleg dafür wie eng es zugeht in einer Meisterschaft, wo den Ersten nur sechs Zähler vom Zehnten trennen. Es scheint also alles möglich, zumindest national.

Sonntag, 31. August 2008

Wohlbold führt FCN zum Sieg

Angeführt von der treffsicheren Kerstin Wohlbold und gestützt von den tollen Paraden durch Torhüterin Jana Krause (wurde als beste Keeperin des Turniers ausgezeichnet) sicherten sich die FCN-Damen am frühen Abend den Turniersieg beim Ladies Cup 2008 in Schmelz durch einen 26:21-Erfolg gegen Cercle Dijon. Damit beendete man eine ziemlich gelunge Vorbereitung mit einem tollen Erfolg. Einziger Wermutstropfen ist die schlimme Verletzung von Neuzugang Franziska Garcia-Almendaris, die sich aller Wahrscheinlichkeit nach einen Kreuzbandriss zuzog und ein halbes Jahr pausieren muss. Mit der Leistung seines Teams kann Trainer Csaba Szücs aber absolut zufrieden sein. Gerade der Einbau der jungen Spielerinnen klappte hervorragend, wie beispielsweise die sechs Treffer von Tina Stockhorst aus dem Halbfinale beweisen. Man kann also optimistisch in die Partie gegen Göppingen gehen, die am Freitag Abend um 20:00 Uhr den Auftakt zur neuen Bundesliga-Saison darstellen wird.

Torschützinnen für den FCN im Finale:

Wohlbold (7), Rösler (6), Engel (5), Walzik (4), Beck, Rohde (je 2)

FCN zieht ins Finale ein

Nach der tollen Vorrunde beim Ladies Cup in Schmelz sind die FCN-Ladies ins Finale eingezogen. Dabei überzeugte man beim 32:21-Erfolg gegen Jolidon Cluj-Napoca vollends. Toll vor allem die Leistung der jungen Christina Stockhorst, die satte sechs Treffer erzielte, sowie von Tanja Schorradt, die zwei Mal erfolgreich war. Auch ohne die verletzte Franziska Garcia-Almendaris sieht es also gut aus, was den Turniersieg betrifft. Gegner im Endspiel heute Abend um 18:00 Uhr auf Cercle Dijon, das recht überraschend mit 26:23 gegen Metz Handball gewann.

Torschützinnen für den FCN:

Rösler (7), Stockhorst (6), Rohde (5), Walzik (4), Beck, Engel, Schorradt, Wohlbold (je 2), Gebhard, Jäger (je 1)

Garcia-Almendaris mit Kreuzbandriss

Der Kader der Handballerinas ist ohnehin nicht der größte, nun hat das Verletzungspech erneut zugeschlagen. In der Partie gegen das französische Team Cercle Dijon im Rahmen des Ladies Cups in Schmelz zog sich Franziska Garcia-Almendaris einen Kreuzbandriss zu und wird vermutlich sechs Monate pausieren müssen.

Damit steht Trainer Csaba Szücs nach dem Ausfall des Neuzugangs in Nachwuchsspielerin Tanja Schorradt nur noch eine gelernte Kreisläuferin zur Verfügung. An dieser Stelle wünschen wir der sympathischen "Olli", wie ihre Mitspielerinnen sie nennen, schnellstmögliche Genesung.