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Samstag, 3. Januar 2009

Viborg demonstriert seine Klasse

Auch die über 5000 Zuschauer in der Arena, unter ihnen mehr als 1000 Club-Ultras, die wenig später ihr 15-jähriges Bestehen feiern sollten, konnten mit ihrer Unterstützung die klare Niederlage der FCN-Handballdamen gegen das dänische Spitzenteam aus Viborg nicht verhinden. Mit 42:28 (23:16) setzte sich die Mannschaft um das deutsche Duo Grit Jurack und Anja Althaus problemlos durch und zeigte dabei, wenn auch nur in Ansätzen, warum man zu den ganz großen Favoriten in der diesjährigen Champions League gehört. Jurack, die bei jedem Siebenmeter gnadenlos ausgepfiffen wurde, zeigte sich beeindruckt von der Kulisse. Auf ihre Leistung wirkte es sich jedoch nicht aus, zu abgeklärt zeigten sich die Gäste insgesamt. Die Nationalspielerin wirbelte im Rückraum zusammen mit Rikke Skov und Bojana Popovic, das Trio brachte es alleine auf 20 Treffer. Bereits zur Pause war die Partie beim Stande von 16:23 aus Sicht des Clubs entschieden.

Natürlich änderte sich im zweiten Durchgang wenig am Leistungsunterschied beider Teams, auch wenn sich die Gastgeberinnen wirklich bemühten. Doch mit ihrer Routine und der körperlichen Überlegenheit war an die Däninnen kein Herankommen, auch wenn der Wille noch so groß war. Nur Ania Rösler brachte eine enigermaßen ordentliche Leistung, der Rest der rot-weißen Garde konnte nicht überzeugen. Das lag auch und vor allem in der Stärke des Gegners. So kam beispielsweise Althaus nur von der Bank, was sich nur die wenigstens Vereine leisten können, während auf Seiten des FCN mit Sara Walzik eine etatmäßige Linksaußen am Kreis agieren muss, weil die Alternativen fehlen. Viel mehr gibt es eigentlich zu diesem Spiel nicht zu sagen. Die Fans freuten sich dennoch über ein tolles Erlebnis, auch wenn ihr Team chancenlos war.

Torschützen: Rösler (11/4), Engel (5/2), Wohlbold (4), Beck, Walzik (je 3), Stockhorst (2) – Jurack (10/6), Popovic (7), Lunde (5), Aaen, Althaus, Mikkelsen, Skov, Varzaru (je 3), Kovacsicz, Zhai (je 2), Nielsen (1)

Siebenmeter: 6/7 - 6/7

Zeitstrafen: 2 - 7

Samstag, 8. November 2008

Klare Niederlage in Viborg

Am zweiten Vorrundenspieltag der Champions League verloren die Handballerinas klar und deutlich mit 30:39 (12:20) in Viborg. Das dänische Team um die Deutschen Grit Jurack, die mit 15 Treffern überragte, und Anja Althaus (Nora Reiche fehlte verletzt) zeigte sich in allen Belangen überlegen und fuhr einen souveränen Sieg ein. Dabei mussten sich die Gäste für ihre Leistung alles andere als schämen, denn man konnte gerade in der Anfangsphase absolut mithalten und war beim Stande von 10:10 sogar in Ballbesitz. Der Wurf von Kerstin Wohlbold landete allerdings am Pfosten und fortan war bis zur Pause der Wurm drin bei den Cluberinnen. Viele technische Fehler führten dazu, dass Viborg in der ersten und zweiten Welle zu leichten Toren kam. Hierbei glänzte immer wieder Jurack, die sich nur wenige Fehlversuche leistete. Der FCN, bei dem die angeschlagene Ania Rösler nur für Siebenmeter auf das Feld kam (sie verwandelte vier von sechs Versuchen) agierte Beate Scheffknecht im linken Rückraum, in der Abwehr wurde sie durch Linda Jäger ersetzt. Die 17-jährige machte ihre Aufgabe gut, doch gegen Jurack und die ebenfalls glänzend aufgelegte Bojana Popovic war es natürlich extrem schwer. Zur Halbzeit lag der Favorit mit acht Treffern vorne.

Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Begegnung dann lange vor sich hin, bis die von Christina Rohde (wurde als beste Spielerin ihres Teams ausgezeichnet) als Leitwolf angeführte Truppe auf 25:29 verkürzte. Danach wachte Viborg wieder auf und konnte gerade die körperliche Überlegenheit in der Defensive nutzen und so erneut einige Treffer im Tempogegenstoß erzielen, die den Abstand wieder vergrößerten. Hinzu kam, dass die Kräfte bei den Gästen nachließen und man im Angriff zwar durchaus ordentlich agierte, mehr aber auch nicht. Der Unterschied zwischen einem europäischen Spitzenteam und den Fränkinnen war klar zu erkennen. Dass am Ende eine Niederlage stand war daher nur die logische Konsequenz. Dennoch konnten die Handballerinas erhobenen Hauptes die Halle verlassen und sich auch über die Tore der jungen Tanja Schorradt, die zwei Mal traf, und Lisa Gebhard, ein Mal erfolgreich, freuen. Bitter allerdings, dass Metz völlig überraschend in Ljubiljana gewann und man so nun Tabellenletzter der Vorrundengruppe D ist. Zum Glück kann man bereits am Mittwoch in der Liga gegen Borussia Dortmund, die mit einem neuen Trainer nach Nürnberg reisen werden, die Resultate der Champions League vergessen machen.

Torschützen:

Jurack (15/1), Popovic (10/3), Skov, Mikkelsen (je 4), Nielsen (3), Althaus (2), Lunde (1) - Rohde (8), Walzik (5), Rösler (4/4), Beck, Wohlbold (je 3), Engel, Scheffknecht, Schorradt (je 2), Gebhard (1)

Siebenmeter: 4/4 - 4/6

Zeitstrafen: 1 - 5