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Mittwoch, 25. Februar 2009

FCN fährt nach Riesa

Wer ein Fan von Krimis ist, der sollte in Zukunft kein Spiel der Handballerinas mehr verpassen. Im Viertelfinale des DHB-Pokals sicherte sich der amtierende Meister beim Thüringer HC nach zweifacher Verlängerung durch einen 38:35 (25:25, 11:13)-Erfolg das Ticket zum Final Four nach Riesa. Zum sechsten Mal in Folge wird es für den FCN im April also nach Sachsen gehen, um dorthin zu kommen war es allerdings ein hartes Stück Arbeit. Ganze 80 Minuten lang mussten die Fränkinnen zittern, ehe der Erfolg endlich feststand. Die Gastgeberinnen verlangten dem Club alles ab und sahen teilweise schon wie der Sieger aus, ehe der Pokalfinalist der Vorsaison mit Kampfgeist zurück in die Partie fand. Die Begegnung verlief über weite Strecken auch schon während der regulären Spielzeit relativ ausgeglichen. Zur Pause erspielten sich die Fränkinnen dennoch eine 2-Tore-Führung, die von THC direkt nach dem Seitenwechsel allerdings schnell ausgeglichen werden konnte.

Das lag unter anderem daran, dass dem Club in der Offensive nicht wirklich viel einfiel und Katarina Bralo, die gegnerische Torhüterin, einen absoluten Glanztag erwischt hatte. Sie hielt sensationell, während das Nürnberger Gespann sich schwer tat. Drei Toren in Serie von Franzi Beck war es zu verdanken, dass man aus Sicht des Meisters wieder in die Partie zurück fand. Plötzlich hieß es 17:16 für den Club. Die Begegnung wog hin und her und je länger sie dauerte, desto mehr machte sich die körperliche Belastung bemerkbar. Der FCN hatte zwar zu kämpfen, beim Team von Dago Leukefeld war es allerdings noch viel extremer. So schied Marielle Bohm, die Spielmacherin des THC, mit einem Muskelfaserriss aus. Den Sieg für den Club brachte dann eine taktische Umstellung. Ania Rösler agierte in der Verlängerung auf der Mitte, während Kerstin Wohlbold in den linken Rückraum wechselte. Rösler war dadurch deutlich effektiver und markierte drei Treffer hintereinander. Marianna Gubova konnte zudem die letzten Würfe der Thüringerinnen parieren und somit war die Reise nach Riesa gesichert.

Torschützen:

Dangel (11/4), Uhlig (7/1), Noveska (6), Knytlova (6/2), Bohm (4), Härdter (1) - Rösler (9), Beck (8), Engel (7/3), Walzik, Wohlbold (je 6), Rohde (2)

Siebenmeter: 7/8 - 3/4

Zeitstrafen: 5 - 8

Samstag, 21. Februar 2009

Engel behält die Nerven

Was war das wieder für ein Drama in der Halle am Berliner Platz! Bei der Partie des FCN Handball gegen den Tabellenvorletzten Thüringer HC wurde, wie schon gegen Buxtehude vor wenigen Wochen, Spannung pur geboten. Katrin Engel, die in der Abwehr einen rabenschwarzen Tag erwischte, zeigte sich zumindest von der 7-Meter-Linie aus nervenstark und verwandelte neun Sekunden vor Schluss auch ihren vierten Strafwurf zum vielumjubelten Endstand von 29:28 (17:13). Durch den Erfolg verteidigte man den dritten Platz und ist nun sogar punktgleich mit dem Zweiten aus Leipzig, der allerdings eine Begegnung weniger absolviert hat. Die Chancen auf die Play-Offs stehen also gut, berauschend war die Leistung an diesem Abend in der BBZ aber nicht, es war definitiv ein Arbeitssieg. Dabei begannen die Mädels von Trainer Csaba Szücs relativ stark und konnten nach ausgeglichenem Beginn durch den dritten Treffer von Kerstin Wohlbold zum 10:6 Mitte der ersten Halbzeit erstmals mit vier Treffern in Führung gehen. Die folgende Auszeit des THC trug zwar nicht sofort Früchte, doch die Gäste fanden langsam aber sicher wieder zurück ins Spiel und konnten den Rückstand so in Grenzen halten.

In der zweiten Hälfte präsentierte sich die Truppe von Dago Leukefeld dann von einer ganz anderen Seite. Viel aggressiver ging man nun beim abstiegsbedrohten Club aus Erfurt zu Werke und so hatte vor allem Sara Walzik am Kreis viel weniger Räume als zuvor. Auf ihrer nicht angestammten Position hatte sie in Durchgang eins noch besonders glänzen können. Dennoch sollte sie zur besten Torschützin an diesem Abend avancieren. Aber auch Nadine Härdter, die andere Linksaußen aus der Nationalmannschaft, bot eine fantastische Leistung. Sie hielt ihr Team mit tollen Toren weiterhin im Spiel und auf Seiten des Clubs begann so langsam aber sicher das Zittern. Im Halbfeldangriff waren in der Schlussphase, wie schon in Blomberg, deutliche Defizite zu erkennen, wobei es am Kampfgeist nie mangelte. So gewann man die entscheidenden Zweikämpfe, wobei die letzte Offensivaktion eher ein Sinnbild der spielerischen Klasse aus den Anfangsminuten war. Ein feiner Spielzug zwang die Gäste zu einem strafwurfwürdigen Foul, Engel verwandelte eiskalt. Trotz der Niederlage zeigten die Gäste, und auch deren mitgereiste Fans, dass es am Mittwoch auswärts gegen den gleichen Gegner alles andere als ein Spaziergang wird, wenn man ins Final Four des DHB-Pokals einziehen möchte.

Torschützen: Walzik (7), Wohlbold (5), Engel (5/4), Rösler (4/1), Beck, Rohde (je 3), Schorradt (2) - Knytlova (8/5), Härdter (7), Uhlig (4), Bohm, Jurack (je 3), Dangel (2/1), Fabikova (1)

Siebenmeter: 5/6 - 6/8

Zeitstrafen: 3 - 2

Samstag, 10. Januar 2009

FCN trifft auf Thüringer HC

Nach dem Sieg am Mittwoch gegen Bayer Leverkusen erwartete man bei den Handballerinas mit Spannung die Auslosung des Viertelfinals im DHB-Pokal. Mit einem weiteren Erfolg wäre man nämlich schon beim Final Four in Riesa mit dabei. Für den FCN geht es am 13. oder 14. Februar nach Erfurt zum Thüringer HC. Blomberg-Lippe trifft auf Trier, während Zweitligist Recklinghausen den VfL Oldenburg empfängt. Titelverteidiger Leipzig muss ins Schwabenland zu Aufsteiger Göppingen reisen.

Die Begegnungen im Überblick:

Thüringer HC - 1. FC Nürnberg
ProVital Blomberg-Lippe - DJK/MJC Trier
PSV Recklinghausen - VfL Oldenburg
Frisch Auf Göppingen - HC Leipzig (TV)

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Nachträglicher Sieg am grünen Tisch

Aufgrund einer nicht spielberechtigten Akteurin des Thüringer HC bekommt der 1. FC Nürnberg zwei Punkte geschenkt. Die am 4. Oktober in Bad Langensalza verlorene Partie wird zu Gunsten des amtierenden Meisters gewertet, da die Gastgeberinnen eine volljährige Spielerin bereits zum dritten Mal in dieser Saison unberechtigt einsetzten. Somit steht die Bilanz der Cluberinnen nun bei offiziell vier Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen, was wegen des Punktabzuges aktuell bedeutet, dass man fünf Zähler auf dem Konto hat. Somit weist man sportlich gesehen nun die gleiche Bilanz auf wie Tabellenführer Göppingen.

Die offizielle HBVF-Erklärung:

Nach Überprüfung des Spielberichts des Meisterschaftsspiels Thüringer HC gegen den 1. FC Nürnberg Handball vom 04.10.08 (Ergebnis 32:31) musste die „Spielleitende Stelle“ dem THC die Punkte wieder aberkennen. Hintergrund ist, dass der THC eine volljährige Spielerin, die über keine Bundesligaspielberechtigung verfügte, in diesem Spiel bereits zum dritten Mal in der laufenden Saison einsetzte. Nach § 66 der Spielordnung des DHB dürfen solche Spielerinnen jedoch nur in bis zu zwei Meisterschaftsspielen eingesetzt werden. Damit war nach § 19 RO DHB das Spiel zwingend für Nürnberg mit 2:0 Punkten und 0:0 Toren zu werten.

Gez. B. Dugall (Vorsitzender HBVF) und E. Petersen (Spielleitende Stelle)

Samstag, 4. Oktober 2008

Knappe Niederlage beim THC

Gegen Trier war es der Ausgleich, gegen Blomberg-Lippe der Siegtreffer für den FCN in der letzten Minuten. Heute beim Thüringer HC stand am Ende der Pfosten im Weg und so wurde es nichts mehr mit einem Punktgewinn. Mit 31:32 (16:15) unterlag man beim bis dato punktlosen Tabellenletzten aus Bad Langensalza. Stark agierte auf Seiten der Gastgeberinnen vor allem Marielle Bohm, die acht Mal einnetzte. Vor gut 700 Zuschauern konnte der THC gleich zu Beginn mit 2:0 in Führung gehen und die Fränkinnen mussten fast schon in gewohnter Manier einem Rückstand hinterher laufen. Die Anfangsphase scheint generell ein Problem bei den Mädels von Csaba Szücs zu sein, was die Truppe von Dago Leukefeld natürlich überhaupt nicht interessierte. Allerdings fing sich der Club relativ schnell und durch Christina Rohde ging man nach sieben Minuten mit 4:3 erstmalig in Führung. Die Halbrechte spielte groß auf, nachdem sie von Bundestrainer Armin Emrich nicht für den nächsten Lehrgang nominiert worden war. Die Wut im Bauch war ihr deutlich anzumerken, insgesamt war sie satte acht Mal aus dem Feld heraus erfolgreich. Dem Zwischenhoch folgte aber erneut ein Tief, was der Tabellenletzte ausnutzte, um durch Alexandra Uhlig auf 9:6 zu stellen. Daniela Noveska erhöhte kurz danach per Strafwurf sogar auf 10:6. Danach stellte Szücs wo immer in den letzten Spielen die Defensive um. Sara Walzik rückte wieder auf die Spitze einer 5:1-Abwehrformation und fortan lief es deutlich besser bei den Nürnbergerinnen. Bis zur Pause war die Partie plötzlich gedreht, nachdem Rohde, Kerstin Wohlbold und Ania Rösler in Serie erfolgreich waren.

In den zweiten 30 Minuten war es dann ein offener Schlagabtausch. Ständig ging es hin und her, gerade Rösler zeigte in dieser Phase ihre Klasse. Doch auf einmal verloren die Cluberinnen wieder den Faden und lagen mit 24:27 zurück, der erste Saisonsieg für den THC deutete sich zu diesem Zeitpunkt bereits an. Allerdings fügten sich die FCN-Mädels wie gehabt nicht einfach ihrem Schicksal, sondern taten alles, um die Begegnung doch noch zu drehen. Beim 28:29 war zunächst der Anschluss hergestellt. Doch das fehlende Glück beim Abschluss kehrte nicht zurück und zudem haderte man auf Gäste-Seite nun auch mehr und mehr mit der einen oder anderen Entscheidung der beiden Schiedsrichter. Zwar gelang beim 31:31 erneut der Ausgleich, doch im Gegenzug kassierte man sofort wieder einen Treffer und stand mit dem Rücken zur Wand. Exakt 1:54 Minute waren da noch zu spielen. Genügend Zeit also, um nochmals erfolgreich zum Abschluss zu kommen. Doch der letzte Wurf war symptomatisch für den ganzen Spielverlauf, Wohlbolds Ball landete am Pfosten und so setzte es die zweite Niederlage der Saison.

Torschützen: Bohm (8), Fabikova (5), Knytlova (5/1), Noveska (5/4), Uhlig (4/1), Dangel, Härdter (je 2), Starcek (1) - Rösler (10/4), Rohde (8), Walzik (5), Beck, Wohlbold (je 3), Engel (2)

Siebenmeter: 6/8 - 4/4

Zeitstrafen: 1 - 4