Im entscheidenden Duell im Kampf um die Playoffs haben die Handballerinas mit 26:28 (10:16) beim FHC Frankfurt/Oder verloren und die reguläre Saison auf dem sechsten Platz beendet. Der Traum vom vierten Meistertitel in fünf Jahren und der Titelverteidigung ist somit ausgeträumt. In einem Spiel, das einer Achterbahnfahrt glich, gingen die Mädels von Trainer Csaba Szücs schnell mit 2:0 in Führung, wobei der Anfangsschwung schnell verpuffte. Frankfurt hielt dagegen und gestützt auf eine bärenstarke Melanie Hermann im Kasten waren die Oderstädterinnen das Team, das den Ton angab. Der Rückraum um Torschützenkönigin Franziska Mietzner sowie Anne Jochin und Christine Beier agierte so, wie man es hatte erwarten können und drückte der Partie den Stempel auf. Kombiniert mit Hermanns Paraden und den fehlenden Ideen auf Seiten des Clubs schien die Begegnung zur Pause schon entschieden, als der FCN mit einem Rückstand von sechs Treffern in die Kabine ging.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich dann ein völlig anderer Club, die Umstellung auf eine 5:1-Deckung mit Sara Walzik auf der Spitze zahlte sich aus. Frankfurt wusste plötzlich nicht mehr weiter und kam mit der energisch zupackenden Deckung der Fränkinnen nicht mehr zurecht. Hinzu kam, das Jana Krause nun endlich aufgewacht war und einen Ball nach dem anderen hielt. Das ermöglichte das so gefürchtete Tempospiel des FCN und Tor umd Tor kam man näher heran, beim 22:22 konnte man sogar den Ausgleich erzielen. Doch als der Gastgeber kurz vor dem mentalen Kollaps stand, da baute der Meister den schwächelnden Gegner durch einige Leichtsinnsfehler und zu viele Einzelaktionen wieder auf. So konnte sich die Truppe von Dietmar Schmidt wieder absetzen und einen insgesamt verdienten Erfolg feiern.
Nun geht es in einer Art Trostrunde eventuell noch um die Teilnahme am Challenge Cup der kommenden Saison. Nächste Woche Samstag tritt man in Trier an, 14 Tage danach kommt Blomberg-Lippe in die Frankenmetropole. Übersteht man diese Mini-Gruppe als Erster, dann trifft man in Hin- und Rückspiel auf den Sieger der Runde mit Oldenburg, Göppingen und den Rhein-Main-Bienen. Sollte dort der Pokalsieger warten, dann hätte man das internationale Geschäft bereits sicher, sollte der HC Leipzig den EHF-Pokal gewinnen. Ansonsten müsste auch hier ein Sieg her und gleichzeitig müsste man auf den Rivalen aus Sachsen hoffen. Nach wie vor also viele Fragezeichen beim FCN Handball, denn auch was die Zukunft des Vereins angeht stehen noch wichtige Entscheidungen an. Es bleibt also nach wie vor spannend.
Torschützen:
Mietzner (9/3), Beier, Jochin (je 5), Hering, Schneider (je 3), Groke, Paap, Trumpf (je 1) - Rösler (8/4), Beck (7), Rohde, Walzik (je 3), Engel (3/1), Wohlbold (2)
Siebenmeter: 3/3 - 5/6
Zeitstrafen: 4 - 5
Samstag, 25. April 2009
Aufholjagd nicht belohnt
Mittwoch, 11. März 2009
Leverkusen gewinnt Spitzenspiel
Im Spiel des Tabellenführers aus Leverkusen gegen den Zweiten aus Nürnberg verlor der Meister beim Dauerrivalen vom Rhein mit 22:25 (10:11) und fiel somit wieder auf den dritten Rang zurück. Es war keine schöne Partie, die den Zuschauern geboten wurde, kämpferisch allerdings befand sie sich auf höchstem Niveau. Nachdem die Mädels von Trainer Csaba Szücs die Anfangsphase verschlafen hatten und Bayer schnell mit 5:2 in Führung ging, fiel es den Gästen schwer dran zu bleiben. Die Truppe von Renate Wolf gab den Ton an, gerade Spielmachering Anna Loerper war auf Seiten des Spitzenreiters eben genau diese, sie lenkte das Spiel ihres Teams hervorragend und kam zudem auch noch selbst oft zum Abschluss. Daraus resultierte ein 8:12-Rückstand nach gut 20 Minuten aus Sicht der Clubberinnen. Danach stand zumindest die Defensive des Champions deutlich besser und man kassierte in den letzten zehn Minuten vor der Pause keinen Treffer mehr, da Marianna Gubova, die für Jana Krause ins Spiel gekommen war, ein sicherer Rückhalt für ihre Mannschaft war. Vorne ließ man zwar weiterhin viele Chancen ungenutzt, konnte aber noch zwei Tore erzielen und ging mit einem 10:12 in die Halbzeit.
Mit viel Schwung und zunächst wie verwandelt kamen die FCN-Handballerinas aus der Kabine. Schnell schaffte man den Ausgleich und beim 15:14 durch Christina Rohde ging der Club erstmals in Führung. Es sollte aber die einzige an diesem Abend bleiben. Das lag vor allem an den eigenen Nerven bzw. Leverkusens Torhüterin Clara Woltering, die insgesamt fünf Siebenmeter der Fränkinnen parieren konnte. Alleine drei davon verwarf Ania Rösler, die weder im Angriff, noch in der Abwehr ihr wahres Leistungsvermögen abrufen konnte. Da auch Rohde in der Offensive nicht ins Spiel kam waren es hauptsächlich Wirbelwind Franziska Beck, Sara Walzik und Kerstin Wohlbold, die die Akzente setzten. Gerade Beck kämpfte hier vorbildlich, doch Bayer trat geschlossener auf als der Club, hielt gekonnt dagegen und als Beck und Wohlbold kurz vor Schluss von den guten Schiedsrichtern vom Feld geschickt wurden, da machten die Gastgeberinnen den Sack endgültig zu. Ein Rückschlag im Kampf um die Playoffs, für die man in zehn Tagen gegen die Rhein-Main Bienen nun unbedingt wieder punkten muss.
Torschützen:
Loerper (13/8), Steinbach (4), Müller (3), Ahlgrimm, Byl, Bönighausen, Fillgert, Meier (je 1) - Beck (6), Walzik, Wohlbold (je 5), Engel (4/2), Rösler, Rohde (je 1)
Siebenmeter: 8/8 - 2/7
Zeitstrafen: 6 - 4
Samstag, 21. Februar 2009
Engel behält die Nerven
Was war das wieder für ein Drama in der Halle am Berliner Platz! Bei der Partie des FCN Handball gegen den Tabellenvorletzten Thüringer HC wurde, wie schon gegen Buxtehude vor wenigen Wochen, Spannung pur geboten. Katrin Engel, die in der Abwehr einen rabenschwarzen Tag erwischte, zeigte sich zumindest von der 7-Meter-Linie aus nervenstark und verwandelte neun Sekunden vor Schluss auch ihren vierten Strafwurf zum vielumjubelten Endstand von 29:28 (17:13). Durch den Erfolg verteidigte man den dritten Platz und ist nun sogar punktgleich mit dem Zweiten aus Leipzig, der allerdings eine Begegnung weniger absolviert hat. Die Chancen auf die Play-Offs stehen also gut, berauschend war die Leistung an diesem Abend in der BBZ aber nicht, es war definitiv ein Arbeitssieg. Dabei begannen die Mädels von Trainer Csaba Szücs relativ stark und konnten nach ausgeglichenem Beginn durch den dritten Treffer von Kerstin Wohlbold zum 10:6 Mitte der ersten Halbzeit erstmals mit vier Treffern in Führung gehen. Die folgende Auszeit des THC trug zwar nicht sofort Früchte, doch die Gäste fanden langsam aber sicher wieder zurück ins Spiel und konnten den Rückstand so in Grenzen halten.
In der zweiten Hälfte präsentierte sich die Truppe von Dago Leukefeld dann von einer ganz anderen Seite. Viel aggressiver ging man nun beim abstiegsbedrohten Club aus Erfurt zu Werke und so hatte vor allem Sara Walzik am Kreis viel weniger Räume als zuvor. Auf ihrer nicht angestammten Position hatte sie in Durchgang eins noch besonders glänzen können. Dennoch sollte sie zur besten Torschützin an diesem Abend avancieren. Aber auch Nadine Härdter, die andere Linksaußen aus der Nationalmannschaft, bot eine fantastische Leistung. Sie hielt ihr Team mit tollen Toren weiterhin im Spiel und auf Seiten des Clubs begann so langsam aber sicher das Zittern. Im Halbfeldangriff waren in der Schlussphase, wie schon in Blomberg, deutliche Defizite zu erkennen, wobei es am Kampfgeist nie mangelte. So gewann man die entscheidenden Zweikämpfe, wobei die letzte Offensivaktion eher ein Sinnbild der spielerischen Klasse aus den Anfangsminuten war. Ein feiner Spielzug zwang die Gäste zu einem strafwurfwürdigen Foul, Engel verwandelte eiskalt. Trotz der Niederlage zeigten die Gäste, und auch deren mitgereiste Fans, dass es am Mittwoch auswärts gegen den gleichen Gegner alles andere als ein Spaziergang wird, wenn man ins Final Four des DHB-Pokals einziehen möchte.
Torschützen: Walzik (7), Wohlbold (5), Engel (5/4), Rösler (4/1), Beck, Rohde (je 3), Schorradt (2) - Knytlova (8/5), Härdter (7), Uhlig (4), Bohm, Jurack (je 3), Dangel (2/1), Fabikova (1)
Siebenmeter: 5/6 - 6/8
Zeitstrafen: 3 - 2
Freitag, 13. Februar 2009
DHB nominiert Nürnbergerinnen
Für die beiden Testländerspiele am 7. und 8. März in Neckarsulm bzw. Tübingen hat der DHB auch drei Nürnbergerinnen nominiert. Neben Torhüterin Jana Krause und Rückraumspielerin Ania Rösler ist auch EURO-Shootingstar Sara Walzik wieder mit von der Partie. Nicht im Kader befindet sich Christina Rohde, die aufgrund von Differenzen mit dem ehemaligen Bundestrainer Armin Emrich nach den kontinentalen Titelkämpfen in Mazedonien im Dezember ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hatte. Sie hat allerdings angekündigt ihre Entscheidung nochmals zu überdenken, sobald der Verband den Namen von Emrichs Nachfolger bekannt gibt.
Samstag, 7. Februar 2009
Unnötiges Remis in Blomberg
In einer sehr hart umkämpften Begegnung verspielten die Handballdamen des FCN bei ProVital Blomberg-Lippe unnötig einen zweiten Zähler. Am Ende teilten sich beide Teams beim 19:19 (10:11) die Punkte. Das Unentschieden sicherte sich der Meister aber erst mit dem Schlusspfiff, als man einen direkten Freiwurf der Gastgeberinnen blocken konnte. Allerdings hatte man nur kurz zuvor die große Chance auf den Sieg vergeben. Bei einem Ballgewinn in der Defensive war Sara Walzik auf die Reise geschickt worden, hatte es aber mit zwei Gegenspielerinnen zu tun. Sie entschied sich daher für einen Pass auf Kerstin Wohlbold, die weiter auf die freie Christina Rohde spielte. Der Ball landete aber leicht im Rücken der Nationalspielerin und somit mussten die mitgereisten Fans noch zittern, ob es überhaupt zum Remis reichen würde. Eine Szene, die den Spielverlauf sehr gut widerspiegelte. In der Sporthalle an der Ulmenallee, gelegen im Niemandsland zwischen Paderborn und Hannover, konnten die Blomberger sich nämlich zu Beginn nur im Spiel halten, weil der Club mehrere klare Torchancen ausließ. Dabei glänzte vor allem Torhüterin Natalie Hagel, die einen absoluten Sahnetag erwischte. Alleine ihr war es zu verdanken, dass die Lipperländerinnen nicht mit einem Rückstand von fünf bis sechs Treffern in die Kabine gingen.
Auch in Halbzeit zwei änderte sich daran wenig, Hagel war weiterhin die beste Akteurin auf dem Feld, wobei ihr Gegenüber Jana Krause unter anderem drei Siebenmeter abwehren konnte und eine solide bis gute Leistung bot. Die Defensive brillierte also auf beiden Seiten, was auch das Ergebnis erklärt. Doch wie bereits erwähnt waren es die Gäste, die einen Sieg leichtfertig aus der Hand gaben, als sie Mitte der zweiten Hälfte mit zwei Toren führten und in Ballbesitz waren. Doch aus einem 3-Tore-Vorsprung, der die Partie wohl vorentschieden hätte, wurde nichts. Blomberg stellte im Tempogegenstoß den Anschluss her und fortan dominierte ProVital. Im Halbfeldspiel hatten die Fränkinnen nämlich große Probleme. Der Rückraum war eigentlich ein Totalausfall und man konnte kaum Druck auf die Abwehr des Gegners ausüben, der sich kurz vor dem Ende schon als Sieger wähnte. 19:17 hieß es nämlich, ehe Csaba Szücs eine Auszeit nahm und die Deckung deutlich offensiver ausrichtete. Das provozierte die nötigen Fehler bei Blomberg und Wohlbold war es vorbehalten den Ausgleich zu erzielen.
Aber nicht nur beim unglücklich vorgetragenen Angriff kurz vor Schluss wäre mehr drin gewesen, auch als noch gut 90 Sekunden zu spielen waren hätte man den Siegtreffer erzielen können. Doch anstatt auf ein Tor hinzuarbeiten besprach man aus Sicht der Schiedsrichter deutlich zu lange, welcher Spielzug zum Erfolg führen sollte. Durch das angezeigte Zeitspiel musste man aus einer wenig aussichtsreichen Situation abschließen und verschenkte so einen weiteren Zähler unnötig. Der Ärger hielt sich allerdings in Grenzen, als man von der Frankfurter Niederlage beim Tabellenletzten aus Dortmund erfuhr. Dadurch liegt der FCN nun auf Rang drei, nach Pluspunkten gleichauf mit dem FHC sowie Buxtehude. Erfreuliche Aussichten im Kampf um die Playoffs, für die man nun gegen Thüringen am 21. Februar (19 Uhr im BBZ) einen wichtigen Sieg einfahren möchte, bevor es nur wenige Tage später zum gleichen Gegner geht, wenn das Viertelfinale im DHB-Pokal auf dem Programm steht.
Torschützen:
Ilyes (6/3), Seiffert (4/1), Mißling, Neukamp (je 3), Dorna (2), Leppert (1) - Beck (7), Rösler (5/3), Walzik (3), Rohde, Wohlbold (je 2)
Siebenmeter: 4/6 - 3/3
Zeitstrafen: 2 - 4
Mittwoch, 28. Januar 2009
Göppingen einfach chancenlos
Es war eine Galavorstellung der Handballerinas, am Schluss stand gegen Aufsteiger Frisch Auf Göppingen, das den FCN am ersten Spieltag noch hatte schlagen können, ein grandioser 34:23 (16:10)-Erfolg. Dabei konnten sich alle Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen, ein rundum gelungener Sieg also für die Truppe von Trainer Csaba Szücs. Dabei legten die Club-Mädels vor der Kulisse von circa 1.000 begeisterten Zuschauern los wie die Feuerwehr. Nach nur sieben Minuten führten die Gastgeberinnen gegen einen erschreckend schwachen Gegner mit 8:2. Die Führung war jedoch hochverdient, denn die Defensive des FCN stand sehr gut und die Ballverluste und Fehlversuche von FrischAuf münzte man oft in der zweiten Welle in einfache und schnelle Tore um. In der Anfangsphase glänzten dabei vor allem Franzi Beck, die eine überragende Leistung bot, sowie Kerstin Wohlbold und Sara Walzik. Ania Rösler gelang quasi mit dem Ende der ersten Hälfte sogar noch ein Treffer aus gut 15 Metern, ein krönender Abschluss.
Nach der Pause hätte man ob der sensationellen Vorstellung in Durchgang eins mit einem Einbruch beim Club rechnen können, doch man setzte nach und führte Göppingen teilweise vor. Die Führung wurde kontinuierlich ausgebaut, Beck zeigte sich weiter spielfreudig und vernaschte die schwäbische Abwehr ein ums andere Mal. Daran änderte sich auch nichts, nachdem vorwiegend die Nachwuchskräfte auf dem Feld standen. Ob Beate Scheffknecht, Linda Jäger, Tanja Schorradt oder Lisa Gebhard, ein richtiger Bruch im Spiel des Clubs war nicht zu erkennen und so war der Sieg auch in dieser Höhe absolut verdient. Am Rande der Partie galt die Aufmerksamkeit natürlich auch den Sponsorengesprächen und der Zukunft des Vereins. Genug Anlass, sich noch mehr zu engagieren, gaben die Mädels den Geldgebern jedenfalls. Bleibt zu hoffen, dass es in den nächsten Tagen auch hier positive Schlagzeilen gibt.
Torschützen: Beck (8), Rösler (7/1), Wohlbold (5), Rohde, Walzik (je 3), Scheffknecht, Schorradt (je 1), Gebhard, Jäger (je 1/1), Engel (4) - Schröder, Verboven (je 4), dos Santos, Vojtiskova (je 4/1), Breitinger, Fritz (je 3), Stratmann (1)
Siebenmeter: 3/3 - 2/5
Zeitstrafen: 6 - 2
Mittwoch, 21. Januar 2009
Keine Rohde, kein Problem
Allen finanziellen Hiobsbotschaften zum Trotz und größtenteils ohne die angeschlagene Christina Rohde konnten die FCN-Handballdamen am Abend einen sehr wichtigen und zudem souveränen Sieg gegen den VfL Oldenburg einfahren. Mit 32:27 (19:10) setzte man sich fast schon leicht und locker gegen die Norddeutschen durch und rückte durch den Erfolg außerdem zwei Zähler näher an die Playoff-Ränge heran. Recht offen war die Begegnung noch zu Beginn, als die Gäste mithalten konnten und die Zuschauer in der Halle mit ansehen mussten, wie der VfL sogar mit 5:4 in Führung ging. Doch das schien nur ein Strohfeuer zu sein und fortan bestimmte der Club das Geschehen. Und das, obwohl nach gut zehn Minuten die bereits erwähnte Rohde aufgrund von Wadenproblemen vom Feld musste. Katrin Engel rückte in den Rückraum sowie in den Mittelblock, Lisa Gebhard übernahm ihre Position auf Rechtsaußen. Angeführt von der im ersten Durchgang überragenden Kerstin Wohlbold (sechs Treffer) sowie der im Abschluss starken Sara Walzik setzte man sich nach dem 8:8 ab und baute den Vorsprung über 12:9 und 17:10 zum Pausenstand von 19:10 aus.
Stark und deutlich verbessert präsentierte sich im Vergleich zu den letzten Partien auch Torhüterin Jana Krause. Die Nationalspielerin entschärfte gleich mehrere Siebenmeter von Oldenburg und strahle die zuletzt vermisste Sicherheit aus, die ihre Kolleginnen förmlich anzustecken schien. Oldenburg war völlig verunsichert und die Partie schon frühzeitig entschieden, spätestens Mitte der zweiten Halbzeit. Dort schickte Csaba Szücs nämlich die Nachwuchskräfte aufs Feld, die den Sieg sicher nach Hause fuhren. Ein wichtiges Signal vor der Begegnung gegen Buxtehude am Samstag. Immerhin ist der VfL einer der wichtigsten Konkurrenten im Kampf um Platz vier. Umso erstaunlicher, mit welcher Leichtigkeit man die Nordlichter bezwingen konnte. Das sollte auf jeden Fall genug Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.
Torschützen: Rösler (9/3), Wohlbold (8), Walzik (7), Beck (3), Scheffknecht (2), Engel, Gebhard, Stockhorst (je 1) - Wenzl (6), Fagerhus (6/6), Geschke, Neuendorf (je 4), Badenhop, Scholl (je 2), Gümmer, Kethorn, Parchina (je 1)
Siebenmeter: 3/5 - 6/11
Zeitstrafen: 1 - 0
Samstag, 3. Januar 2009
Viborg demonstriert seine Klasse
Auch die über 5000 Zuschauer in der Arena, unter ihnen mehr als 1000 Club-Ultras, die wenig später ihr 15-jähriges Bestehen feiern sollten, konnten mit ihrer Unterstützung die klare Niederlage der FCN-Handballdamen gegen das dänische Spitzenteam aus Viborg nicht verhinden. Mit 42:28 (23:16) setzte sich die Mannschaft um das deutsche Duo Grit Jurack und Anja Althaus problemlos durch und zeigte dabei, wenn auch nur in Ansätzen, warum man zu den ganz großen Favoriten in der diesjährigen Champions League gehört. Jurack, die bei jedem Siebenmeter gnadenlos ausgepfiffen wurde, zeigte sich beeindruckt von der Kulisse. Auf ihre Leistung wirkte es sich jedoch nicht aus, zu abgeklärt zeigten sich die Gäste insgesamt. Die Nationalspielerin wirbelte im Rückraum zusammen mit Rikke Skov und Bojana Popovic, das Trio brachte es alleine auf 20 Treffer. Bereits zur Pause war die Partie beim Stande von 16:23 aus Sicht des Clubs entschieden.
Natürlich änderte sich im zweiten Durchgang wenig am Leistungsunterschied beider Teams, auch wenn sich die Gastgeberinnen wirklich bemühten. Doch mit ihrer Routine und der körperlichen Überlegenheit war an die Däninnen kein Herankommen, auch wenn der Wille noch so groß war. Nur Ania Rösler brachte eine enigermaßen ordentliche Leistung, der Rest der rot-weißen Garde konnte nicht überzeugen. Das lag auch und vor allem in der Stärke des Gegners. So kam beispielsweise Althaus nur von der Bank, was sich nur die wenigstens Vereine leisten können, während auf Seiten des FCN mit Sara Walzik eine etatmäßige Linksaußen am Kreis agieren muss, weil die Alternativen fehlen. Viel mehr gibt es eigentlich zu diesem Spiel nicht zu sagen. Die Fans freuten sich dennoch über ein tolles Erlebnis, auch wenn ihr Team chancenlos war.
Torschützen: Rösler (11/4), Engel (5/2), Wohlbold (4), Beck, Walzik (je 3), Stockhorst (2) – Jurack (10/6), Popovic (7), Lunde (5), Aaen, Althaus, Mikkelsen, Skov, Varzaru (je 3), Kovacsicz, Zhai (je 2), Nielsen (1)
Siebenmeter: 6/7 - 6/7
Zeitstrafen: 2 - 7
Donnerstag, 20. November 2008
Saison 08/09 - Halbzeitfazit
In der Hinrunde der aktuellen Saison steht zwar noch ein Spieltag aus, aber die EM-Pause gibt uns die Gelegenheit ein erstes Fazit zu ziehen. Nach zehn Partien steht der 1. FC Nürnberg auf dem neunten Platz der Tabelle, rein sportlich gesehen wäre man punktgleich mit dem Zweiten Leverkusen derzeit Dritter. Würde man also nicht wegen der Fristversäumnisse vier Punkte abgezogen bekommen, dann stünde man eigentlich sehr gut da in Anbetracht der Tatsache, dass es vor Beginn der Spielzeit einen erneuten Aderlass im Kader gab. Gleich vier Stammkräfte sowie das Trainergespann verabschiedeten sich aus Nürnberg. Neben dem Duo Herbert und Helfried Müller, dass durch Csaba Szücs ersetzt wurde, verließen Miriam Simakova, Steffi Ofenböck, Petra Popluharova und Maja Sommerlund den Verein. Auch Simone Luber und Alexandra Kubasta stehen nicht mehr zur Verfügung.
Dennoch schaffte man es fast schon sensationell nach der Auftaktpleite bei Aufsteiger Göppingen die Kurve zu kriegen und sich in die Saison förmlich hinein zu kämpfen, obwohl man wie schon so oft mit herben Rückschlägen leben musste. So verweigerte die EHF die Austragung der Champions League-Partien in der Halle am Berliner Platz, weshalb man zunächst nach Bamberg ausweichen wollte, sich schlussendlich aber für die Arena Nürnberger Versicherungen entschied, was zusätzliche Kosten mit sich brachte. Hinzu kam die schwere Verletzung von Neuzugang Franziska Garcia-Almendaris, die als Kreisläuferin eigentlich gesetzt war. Sie riss sich beim Vorbereitungsturnier in Schmelz das Kreuzband und sorgte so unfreiwillig dafür, dass Sara Walzik ihre Position in der Offensive übernehmen musste, nur teilweise entlastet von Nachwuchshoffnung Tanja Schorradt. So fehlte Walzik natürlich auf ihrer angestammten Linksaußen-Position, wo nun Franziska Beck fast immer 60 Minuten auf dem Feld steht. Ein großes Risiko, wer die Karriere der gebürtigen Nürnbergerin bisher verfolgt hat. Aber nicht nur für sie ist die Belastung immens hoch, auch der Rückraum hat unter den fehlenden finanziellen Mitteln arg zu leiden.
Da für Beate Scheffknecht der Sprung aus der österreichischen Liga nach Deutschland nicht auf Anhieb zu packen war, immerhin ist sie auch erst 18 Jahre alt, war der Druck auf das Trio Ania Rösler, Kerstin Wohlbold und Christina Rohde extrem hoch. Als Wohlbold dann gegen Trier erkrankt fehlte, musste Linda Jäger (17) in die Bresche springen. Am Ende sprang ein Remis (27:27) heraus. Auch wenn Jäger ihre Sache sehr ordentlich machte, nicht immer konnte ein leistungsmäßiger Ausfall des Rückraum-Trios von den Youngstern kompensiert werden. Gerade in der Champions League machten sich die körperlichen Defizite ziemlich bemerkbar, weshalb man nach drei Partien mit 0:6 Zählern hinter den punktgleichen Teams aus Viborg, Ljubiljana und Metz (je 4:2) am Ende der Gruppe D steht und eigentlich schon ausgeschieden ist.
In der Liga hingegen konnte man durch die individuelle Klasse der einzelnen Spielerinnen sechs Siege einfahren, auch wenn man dabei etwas Glück hatte, denn die Partie beim Thüringer HC hatte man eigentlich verloren. Der Gegner wurde aber für die eigene Dummheit bestraft und die Punkte am grünen Tisch dem Club zugesprochen, da die Erfurter eine nicht spielberechtigte Akteurin eingesetzt hatten. Zu den sechs Erfolgen kommt das bereits erwähnte Remis gegen Trier. Wichtige Siege fuhr man zu Beginn vor allem in Oldenburg und Buxtehude ein, die beide noch vor dem FCN platziert sind.
Aktuell ist man zwar drei Punkte von den Playoff-Rängen entfernt, für ein Erreichen der Finalrunden sprechen aber gleiche mehrere Punkte. So trägt man sieben der verbleibenden zwölf Partien noch in eigener Halle aus, darunter eine Serie von drei Spielen hintereinander, in der man die direkte Konkurrenz aus Oldenburg, Buxtehude und Göppingen empfängt. Außerdem zeigen die anderen Mannschaften sehr schwankende Leistungen, weshalb der Abstand auf die vorderen Plätze noch nicht allzu groß ist. Die anstehende Rückkehr von Almendaris gibt zudem weitere Hoffnung.
Neben der individuellen Stärke, immerhin sind mit Rösler, Walzik, Rohde und Torhüterin Jana Krause gleich vier Cluberinnen im DHB-Kader der EURO zu finden, konnte man vor allem mit einer soliden Defensive überzeugen. Krause etablierte sich vor Marianna Gubova als neue Nummer eins im Nürnberger Kasten, bildet mit der erfahrenen Slowakin aber wohl das beste Gespann der Liga. Nicht ohne Grund hat man mit 248 Treffern die wenigsten Gegentore aller Teams kassiert. Dafür haperte es teilweise in der Offensive etwas an Kreativität und Spritzigkeit, Letzteres natürlich verständlich angesichts des Mammutprogramms der letzten Wochen mit zahlreichen Auswärtsspielen, unter anderem in Viborg und Metz.
Trotzdem sollte man mit den bisher gezeigten Leistungen des Teams zufrieden sein und optimistisch in die zweite Saisonhälfte gehen. Auch im Pokal ist man noch vertreten, wenn auch mit Leverkusen ein harter Brocken in der nächsten Runde wartet. Immerhin genießt man Heimrecht und hat noch eine Rechnung mit den Rheinländerinnen zu begleichen. Gegen Bayer setzte es nämlich die bisher einzige Niederlage in der BBZ, als man unglücklich mit 26:27 unterlag. Ein weiterer Beleg dafür wie eng es zugeht in einer Meisterschaft, wo den Ersten nur sechs Zähler vom Zehnten trennen. Es scheint also alles möglich, zumindest national.
Mittwoch, 19. November 2008
Leipzig deklassiert den Club

Mit 23:34 (9:17) verloren die Handballerinas am Nachmittag beim HC Leipzig und verabschiedeten sich mit einer sehr dürftigen Leistung in die EM-Pause, während der Pokalsieger durch den Sieg die Tabellenführung übernahm. Vom Anwurf an wirkten die FCN-Mädels kraft- und ideenlos und fanden kaum Mittel die starke Defensive der Sächsinnen zu überwinden. Bereits nach zehn Minuten lag man mit 2:8 im Hintertreffen und von diesem Rückstand erholte man sich nicht mehr. Der übermächtig erscheinende Innenblock des HCL meldete Sara Walzik am Kreis vollkommen ab, somit waren auch die Räume für die Rückräumspielerinnen des Clubs sehr eng und Katja Schülke im Kasten der Gastgeberinnen entschärfte die Würfe aus der Distanz meist sicher. Nach 22 Minuten hatten die Fränkinnen vier ihrer fünf Treffer per Siebenmeter erzielt. Eine Statistik, die Bände spricht. Auf der Gegenseite ragte vor allem Karolina Kudlacz heraus. Die Polin überzeugte mit Kreativität und Spritzigkeit und war sicher im Abschluss. Logische Konsequenz war, dass sich Leipzig immer weiter absetzte und die Partie bereits zur Pause entschieden hatte. Nach 30 Minuten hieß es 9:17 aus Sicht des FCN.
Die zweite Halbzeit wurde zu einer Forsetzung dessen, was man schon vor dem Seitenwechsel gesehen hatte. Schwache Nürnbergerinnen ergaben sich ihrem Schicksal und der HCL ließ sich nicht zwei Mal bitten. Der Vorsprung wurde nach und nach ausgebaut und beim 24:12 nach 43 Minuten sah es nach einer bitteren Packung für die Truppe des hilflosen Trainers Csaba Szücs aus. Der Slowake konnte einem leid tun, ihm mangelte es einfach an Alternativen. Auch wenn sich beispielsweise Kerstin Wohlbold mit sechs Treffern im zweiten Durchgang versuchte gegen die Pleite zu stemmen, so kamen diese Tore viel zu spät. Zudem hatten die Akteure des Vizemeisters durchweg einen guten bis sehr guten Tag erwischt und machten nur wenige Fehler. Da nutzte es auch nichts, dass neben Wohlbold auch Beate Scheffknecht in der Schlussphase dagegen hielt. Ihre vier Treffer waren nicht mehr als Ergebniskosmetik an einem rabenschwarzen Nachmittag für den Club, der in allen Belangen unterlegen war. Während es für die Nationalspielerinnen nun in die Vorbereitung zur EURO geht, darf sich der Rest des Teams über die trainingsfreie Zeit bis zum 1. Dezember freuen und hat ausreichend Gelegenheit den leeren Akku wieder aufladen.
Torschützen: Kudlacz (9), Müller (5/1), Augsburg, Brückmann, Ulbricht (je 4), Holmgren (3), Stange, Urne (je 2), Ommundsen (1/1) – Wohlbold (7), Engel (6/5), Rohde, Scheffknecht (je 4), Walzik (1), Rösler (1/1)
Siebenmeter: 2/3 - 6/7
Zeitstrafen: 6 - 5
Dienstag, 18. November 2008
Rohde für EURO nachnominiert
Aus dem FCN-Trio für die EURO in Mazedonien ist seit heute ein Quartett geworden. Bundestrainer Armin Emrich nominierte Christina Rohde für die Leipzigerin Susann Müller nach, die sich aufgrund der Dauerbelastung seit mittlerweile drei Jahren zu einem Verzicht entschloss. Rohde wir nun also nach der morgigen Partie beim HC Leipzig zusammen mit Ania Rösler, Jana Krause und Sara Walzik zum Nationalmannschafts-Lehrgang ins SportCentrum Kamen-Kaiserau reisen und dort die Vorbereitung auf die kontinentalen Titelkämpfe im Dezember beginnen. Durch die Nominierung von Rohde gehen Club-Trainer Csaba Szücs für die kommenden Wochen immer mehr die Spielerinnen aus, da auch mit Katrin Engel und Beate Scheffknecht, für Österreich, zwei weitere Akteurinnen für ihr Nationalteam im Einsatz sein werden. Je nach Abschneiden der jeweiligen Teams kehrt das Sextett dann aber bis spätestens zum 15. Dezember nach Franken zurück, einen Tag zuvor geht die EURO in Skopje zu Ende.
Mittwoch, 12. November 2008
Fans verzückt, FCN "Erster"
Mit einer souveränen Vorstellung hat der FCN Handball am Abend durch einen 33:26 (18:14)-Sieg gegen Borussia Dortmund die virtuelle Tabellenführung übernommen. Ohne die vier Punkte Abzug am Ende der Saison stünde die Truppe um Spielführerin Ania Rösler nach neun Runden auf dem ersten Platz. Gegen den Aufsteiger aus dem Ruhrgebiet war die Halblinke im Gegensatz zur Partie in Viborg wieder von Beginn an mit dabei und trotzte ihren Beschwerden an der Achillessehne. Der Club legte vor gut 600 Zuschauern los wie die Feuerwehr und führte nach wenigen Minuten bereits mit 6:2. Doch danach ließ man es etwas zu locker angehen und schluderte mit den sich bietenden Tormöglichkeiten. Zwei schnelle Treffer von Gesine Paulus brachten den ohne den neuen Trainer Gustl Wilke angereisten BVB auf 4:6 heran, wenig später war der Rückstand der Gäste beim Stande von 6:7 auf ein Tor geschmolzen. Doch danach rappelten sich die Fränkinnen wieder auf und gerade Christina Rohde war in dieser Phase nicht zu stoppen. Sie traf vier Mal in Serie für ihr Team und über 13:10 setzte man sich kontinuierlich ab, um mit einer 4-Tore-Führung in die Pause zu gehen. Einen höheren Vorsprung vergab man allerdings kläglich, als man eine doppelte Überzahlsituation nicht clever genug ausspielte.
In der zweiten Hälfte begann man auf Seiten des FCN wieder mit der Konzentration der ersten Minuten. Dadurch konnte man sich immer weiter absetzen, während den Dortmunderinnen gerade im Angriff oft die Ideen, allen voran aber die nötigen Mittel fehlten, um den Innenblock des Meisters wirklich zu gefährden. Auf der Gegenseite lief Sara Walzik einen Tempogegenstoß nach dem anderen und kam immer wieder zu leichten Treffern. Sie beendete den Abend mit ihren sieben Toren als beste Schützin beim Club. Sehr stark auch der Auftritt von Marianna Gubova, die in der zweiten Halbzeit zwischen den Pfosten stand. Sie glänzte vor allem bei Würfen von Außen und zeigte dort ihre Klasse. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Abstand zwischen beiden Teams immer größer, was FCN-Coach Csaba Szücs dazu veranlasste seine Leistungsträgerinnen zu schonen. Gut 19 Minuten vor dem Ende ersetzte Beate Scheffknecht Nationalspielerin Rösler in der Offensive. Sie musste zwar umgehend eine Strafzeit absitzen, danach deutete sie jedoch mit zwei schönen Toren ihr Talent an. In den letzten zehn Minuten betrug das Durchschnittsalter bei den Gastgeberinnen dann 19,7 Jahre! Mit Sabine Stockhorst im Tor und ihre Zwillingsschwester Christina auf Linksaußen, Scheffknecht, Linda Jäger und Katrin Engel im Rückraum, Lisa Gebhard (die ihr erstes Bundesligator erzielte) auf Rechtsaußen und Tanja Schorradt am Kreis wurde der Sieg locker nach Hause gebracht. Alles in allem ein rundum gelungener Abend in der Halle am Berliner Platz.
Torschützen: Walzik (7), Engel (6/3), Rohde (5), Rösler (5/1), Beck, Wohlbold (je 3), Scheffknecht (2), Gebhard, Schorradt (je 1) - Robben (8/4), Porvaznikova (5/2), Karsten (4), Cocx (3/1), Lütz, Paulus (je 2), Spriestersbach (1), Busch (1/1)
Siebenmeter: 4/6 - 8/9
Zeitstrafen: 6 - 5
Freitag, 7. November 2008
FCN-Trio für EM nominiert
Ein Nürnberger Trio ist wenigen Wochen für Beginn der Europameisterschaft von Bundestrainer Armin Emrich für das Turnier in Mazedonien nominiert worden. Torhüterin Jana Krause sowie Ania Rösler und Sara Walzik schafften den Sprung in den Kader des DHB-Teams. Christina Rohde und Kerstin Wohlbold stehen auf Abruf bereit. Zunächst trifft man sich am 16. November im Trainingszentrum Kamen-Kaiserau. Danach wird sich die Mannschaft vom 21. bis 23. November beim Karpartenpokal in Cluj (Rumänien) versuchen einzuspielen. Dann geht es weiter nach Hamm (26.11.) und Münster (27.11.), wo abschließende Testspiele gegen Frankreich auf dem Programm stehen. Das EM-Turnier findet vom 2. bis 14. Dezember in Mazedonien statt.
Der komplette Kader:
Tor: Sabine Englert (Hypo Niederösterreich/AUT, 149/2), Jana Krause (1. FC Nürnberg, 9/0), Clara Woltering (TSV Bayer 04 Leverkusen, 88/0)
Feld: Grit Jurack (Viborg HK/DEN, 271/1429), Ania Rösler (1. FC Nürnberg, 25/30), Sara Walzik (1. FC Nürnberg, 8/11), Nina Wörz (Randers HK/DEN, 144/281), Anne Müller (TSV Bayer 04 Leverkusen, 94/129), Laura Steinbach (TSV Bayer 04 Leverkusen, 19/22), Anna Loerper (TSV Bayer 04 Leverkusen, 88/116), Mandy Hering (Frankfurter HC, 52/96), Nadine Krause (FC Kopenhagen/DEN, 155/641), Sabrina Neukamp (ProVital Blomberg-Lippe, 80/115), Susann Müller (HC Leipzig, 18/15), Stefanie Melbeck (KIF Vejen Kolding/DEN, 188/405), Anja Althaus (Viborg HK/DEN, 135/275)
Reserve: Katja Schülke (HC Leipzig, 25/0), Natalie Hagel (ProVital Blomberg-Lippe, 3/0), Franziska Mietzner (Frankfurter HC, –/–), Christina Rohde (1. FC Nürnberg, 3/4), Kerstin Wohlbold (1. FC Nürnberg, –/–), Sabrina Neuendorf (VfL Oldenburg, 18/3), Christine Beier (Frankfurter HC, –/–), Nadine Härdter (Thüringer HC, 130/206), Ulrike Stange (HC Leipzig, 28/37), Natalie Augsburg (HC Leipzig, –/–), Svenja Huber (DJK/MJC Trier, 1/2), Kathrin Scholl (VfL Oldenburg, 5/1)
Montag, 3. November 2008
Ljubljana mit längerem Atem
Nach einer grandiosen ersten Hälfte fehlte den Club-Handballerinnen im Auftaktspiel der diesjährigen Champions League gegen RK Krim Mercator Ljubiljana am Ende die Kraft, um nach einer Führung zur Pause gegen die Sloweninnen die Partie doch noch zu drehen. Die Gäste entführten beide Punkte aus der Nürnberger Arena und gewannen mit 29:25 (15:18). Dabei hatten die Mädels von Trainer Csaba Szücs gerade in der Anfangsphase ein absolutes Feuerwerk abgeliefert und insgesamt eine respektable Leistung geboten. Aus einer sicheren Deckung heraus kam man vor etwas mehr als 2.200 Zuschauern gerade durch Sara Walzik und Kerstin Wohlbold immer wieder zu leichten Toren und im Halbfeldspiel traf entweder Christina Rohde oder bediente ihre Mitspielerinnen geschickt. Auch Katrin Engel nutzte die sich ihr bietenden Chancen eiskalt aus. So setzte man sich bis auf 15:10 ab, ehe Gästetrainerin Marta Bon zur Auszeit bat. Danach gelangen ihrem Team vier Treffer in Serie und das Spiel drohte zu kippen. Doch die Fränkinnen hielten dagegen und bis zur Pause konnte man den Vorsprung wieder leicht vergrößern.
Was aber vor dem Seitenwechsel noch so gut geklappt hatte funktionierte plötzlich nicht mehr. Ljubiljna hatte die Defensive entscheidend umgestellt und machte es dem FCN zunehmend schwerer. Ania Rösler fand nicht wie gewohnt ins Spiel und kam nur auf ein Feldtor. Sie hatte unter der enonem Physis der slowenischen Abwehr besonders zu leiden. Im Angriff legten die Gäste ebenfalls ordentlich zu. Die erst 20 Jahre alte Andrea Lekic machte auf der Mitte eine sensationelle Partie. Sie nutzte immer wieder die Lücken, die Ludmila Bodnieva am Kreis geschaffen hatte. Ansonsten blühte Dijana Golubic richtig auf und traf auch aus den schwierigsten Winkeln. So kam die Rechtsaußen noch auf sieben Treffer. Lekic war insgesamt 13 Mal erfolgreich. Bei Nürnberg schwanden die Kräfte und die daraus resultierende Konzentrationsschwäche sorgte für deutlich mehr Fehlversuche als noch in Halbzeit eins. Dass am Ende eine Niederlage stand, sollte der Truppe allerdings kein Kopfzerbrechen bereiten. Mit einer ähnlichen Leistung sollte zumindest Metz auf jeden Fall zu schlagen sein.
Torschützen: Rohde, Walzik (je 6), Wohlbold (4), Rösler (4/3), Engel (3), Beck, Schorradt (je 1) - Lekic (13/3), Golubic (7), Oder, Varlec, Vergeliuk-Strile (je 2), Bodnieva, Mavsar (je 1), Mörtel (1/1)
Siebenmeter: 3/5 - 4/4
Zeitstrafen: 5 - 4
Freitag, 31. Oktober 2008
Nürnberger Quintett für Deutschland
Bundestrainer Armin Emrich hat wenigen Wochen vor dem Start der Vorbereitung zur Europameisterschaft in Mazedonien den erweiterten Kader für die kontinentalen Titelkämpfe bekannt gegeben. Dabei setzt er vorläufig auch auf einige Spielerinnen aus Nürnberg. Der FCN stellt mit insgesamt fünf Akteurinnen sogar das größte Kontingent aller Vereine. Spielführerin Ania Rösler, Torhüterin Jana Krause und Linksaußen Sara Walzik waren schon zuletzt beim World Cup in Dänemark mit von der Partie. Außerdem stehen die Halbrechte Christina Rohde, die vor den olympischen Spielen bereits das DHB-Trikot getragen hat, sowie Spielmacherin Kerstin Wohlbold, bislang ohne Einsatz für die Nationalmannschaft, im Aufgebot. Ob es das fränkische Quintett dann auch in den EM-Kader schafft wird in gut zwei Wochen entschieden.
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Cluberinnen im Pokal-Achtelfinale
Viel wurde spekuliert vor dem Pokalspiel der dritten Runde beim SC Markranstädt. Würden die Mädels von Trainer Csaba Szücs ihr gute Leistung vom Wochenende bestätigen können oder haben die Spielerinnen schon die Champions League-Partie am Sonntag im Hinterkopf? Und wie stark ist der aufstrebende Zweiligist aus dem Leipziger Vorort wirklich? Die Antworten gaben die Handballerinas direkt zu Beginn. Der Meister aus Franken war in allen Belangen überlegen, während die Piranhas viel zu wenig Biss zeigten. Ihre körperliche und spielerische Überlegenheit nutzten die Gäste immer wieder aus und kamen so zu einfachen Toren. Gerade Ania Rösler zeigte hier ihre Klasse und verwandelte sensationelle zwölf Siebenmeter (ohne einen einzigen Fehlversuch), oft herausgeholt von Franzi Beck, Sara Walzik oder Kerstin Wohlbold, die von ihren Gegenspielerinnen nie unter Kontrolle zu kriegen waren. So hatten die Sächsinnen keine wirkliche Möglichkeit, um den schnellen Rückstand aus der Anfangsphase auszugleichen und in die Begegnung zurückzufinden.
Nachdem man zur Pause souverän mit 21:14 führte, verwaltete man auf Seiten der Fränkinnen den Vorsprung nach dem Seitenwechsel, der sich zwischen sieben und neun Toren einpegelte. FCN-Coach Szücs machte zu diesem Zeitpunkt das einzig Richtige, indem er seine Leistungsträgerinnen schonte und den Nachwuchs wichtige Spielpraxis sammeln ließ. Ob Tanja Schorradt am Kreis, Linda Jäger oder Beate Scheffknecht im Rückraum oder Lisa Gebhard auf Rechtsaußen, niemand konnte sich an diesem Abend über mangelnde Einsatzzeit beschweren. Im Tor konnte auch Sabine Stockhorst mit einem gehaltenen Strafwurf glänzen, während ihre Zwillingsschwester Christina nach langer Verletzungspause ihr erstes Tor in einem Pflichtspiel für den Pokalfinalisten der Vorsaison erzielte. Am Ende war der 38:29-Erfolg so ein rundum gelungener Auftritt vor dem ersten internationalen Einsatz am kommenden Sonntag gegen Krim Ljubiljana. Dort wartet dann ein Gegner ganz anderen Kalibers in der Nürnberger Arena auf die Handballerinas, die auf die Unterstützung zahlreicher Fans hoffen. Bisher lief der Kartenvorverkauf eher schleppend, aber die sportlichen Leistungen der letzten Tage sollten auch den letzten Skeptiker überzeugt haben.
Torschützen: Kowalska (12/10), Geheb (6), Hellmann, List (je 4), Bones, Kyskite, Wenke (je 1) - Rösler (15/12), Beck, Walzik (je 5), Engel (4), Scheffknecht, Wohlbold (je 3), Rohde (2), Stockhorst (1)
Siebenmeter: 10/12 - 12/12
Zeitstrafen: 6 - 4
Sonntag, 26. Oktober 2008
Engel überragt bei Auswärtssieg
Gerade erst zu Ende gegangen ist die Partie der Handballerinas bei den Rhein-Main-Bienen. Dabei sicherten sich die Mädels von Trainer Csaba Szücs einen tollen 33:25 (17:12)-Erfolg. Mit dem Sieg verbesserte man sich in der Tabelle zudem auf den achten Rang, ohne die vier Punkte Abzug wäre man sogar Dritter! In der Elsenfelder Sparkassen-Arena hatte man ein schweres Spiel für die Cluberinnen erwartet. Beim letzten Auftritt in Mainfranken musste man nach einer klaren Führung zur Pause noch zittern, um am Ende mit einem Treffer zu gewinnen. Doch heute konnte man es vor allem der guten Leistung der Abwehr und der überragenden Partie von Katrin Engel verdanken, dass man am Ende das Feld als souveräner Sieger verließ. Während die Gastgeberinnen ganze vier Siebenmeter verwarfen und teilweise verzweifelten, konnte Engel auf Nürnberger Seite immer wieder eiskalt abschließen und kam auf satte zwölf Feldtore, eine wahnsinnige Quote. Von 11:10 setzte man sich auf 17:12 bis zur Pause ab, was vor allem an der starken Defensive lag, die in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte nur zwei Treffer zuließ.
Direkt nach dem Seitenwechsel kamen die Bienen mit jeder Menge Schwung aus der Kabine, doch nach zwei schnellen Treffern von Schmitt kassierte Stellbrink eine Zeitstrafe und auch Schmitt musste kur darauf für zwei Minute Spielfeld verlassen. Das nutzte der Meister eiskalt aus, indem er von 17:14 auf 21:15 davonzog. Danach spielten die Fränkinnen clever ihren Stiefel herunter und vergrößerten ihren Vorsprung kontinuierlich. Auch wenn Nationalspielerin Ania Rösler mit einem Feldtor erneut unter ihren Möglichkeiten bliebt, konnte sie dem Team durch ihre Sicherheit vom Punkt mit helfen auf der Siegesstraße zu bleiben und in Halbzeit zwei drehte auch Christina Rohde immer mehr auf. Zusammen mit den insgesamt 17 Treffern des Außenduos Engel/Franziska Beck und fünf Toren von Ersatzkreisläuferin Sara Walzik konnte da nichts mehr anbrennen und man nahm zwei verdiente Punkte mit nach Hause.
Torschützen: Jakubisova (8), Langkeit (6/2), Halasova (3), Schmitt, Stellbrink (je 2), Latakaite, Reznir, Steinfurth, Zukauskaite (je 1) - Engel (12), Beck, Walzik (je 5), Rohde (4), Rösler (4/3), Wohlbold (je 3)
Siebenmeter: 2/6 - 3/3
Zeitstrafen: 6 - 4
Sonntag, 12. Oktober 2008
Beck alleine reichte nicht
Gegen einen der größten Rivalen setzte es gestern Abend für die Handballerinas die erste Heimniederlage der aktuellen Saison. Gegen Bayer Leverkusen unterlag man knapp mit 25:26 (13:13) und bleibt somit weiter auf dem achten Platz der Tabelle, während der Gegner auf Position fünf klettern konnte und die Playoff-Ränge wieder im Visier hat. Die Partie ging an sich gut los für die Fränkinnen. Zum ersten Mal in dieser Saison gab man gleich zu Beginn den Ton an. Mit 5:2 führten die Spielerinnen von Trainer Csaba Szücs, dessen Gegenüber Renate Wolf sich früh zu einer Auszeit gezwungen sah. Ihre Ansprache trug auch rasch Früchte und die Gäste aus dem Rheinland konnten durch die zu diesem Zeitpunkt nicht zu bremsende Laura Steinbach mit 7:5 in Führung gehen. Somit war Szücs nun zu einem Time-Out gezwungen. Das Spiel blieb eng, auch wenn die Defensive des Clubs Steinbach weiter nicht in den Griff bekam und vorne kein richtiges Konzept erkennen ließ. Dennoch schaffte man es irgendwie ein 13:13-Unentschieden in die Pause zu retten, auch weil Marianna Gubova einige Bälle zu fassen bekam, nachdem sie die glücklose Jana Krause ersetzt hatte.
In der zweiten Halbzeit war es weiterhin eine von den Abwehrreihen dominierte Partie, auch wenn die Defensive der Gastgeberinnen nicht immer zu überzeugen wusste. Langsam aber sicher setzte sich Leverkusen ab. Denisa Glankovicova spielte sich immer mehr in den Vordergrund, nachdem Anna Loerper auf die Mitte gerückt und sie ihre Position im halbrechten Rückraum eingenommen hatte. Loerpers starke Abwehrleistung war zudem ein Grund dafür, warum es ganze elf Minuten dauerte, bis der Meister im zweiten Durchgang zum ersten Torerfolg kam. Der 14. Club-Treffer war Ania Röslers erstes Feldtor, es sollte ihr einziges bleiben. Sie blieb ebenso wie der gesamte Rückraum weit hinter ihren Möglichkeiten. Auch Kerstin Wohlbold und Christina Rohde erwischten einen rabenschwarzen Tag und da nutzte es auch wenig, dass Franziska Beck grandios aufspielte. Zudem fehlte jegliche Bindung zum Kreis, auch wenn sich Sara Walzik redlich mühte. Dass es nochmals eng wurde lag auch an den Gästen, deren Fehler sich häuften und die konditionell nicht mehr richtig dagegen halten konnten. Doch Clara Woltering im Kasten von Leverkusen war zur Stelle, wenn es drauf ankam. Mehr als der Anschlusstreffer in der Schlussminute war nicht drin. Danach brachte Bayer den Sieg nur noch über die Zeit und freute sich über einen nicht unverdienten Erfolg.
Torschützen: Engel (8/3), Beck (7), Rösler (3/2), Wohlbold, Walzik, Rohde (je 2), Schorradt (1) - Steinbach (8/2), Glankovicova (6), Loerper (4/1), Müller, Byl (je 3), Meier, Fillgert (je 1)
Siebenmeter: 5/6 - 3/4
Zeitstrafen: 3 - 6
Dienstag, 7. Oktober 2008
Emrich nominiert FCN-Trio
Drei Akteure hat Bundestrainer Armin Emrich für den kommenden Lehrgang des DHB-Teams einberufen. Neben Torhüterin Jana Krause werden auch Rückraumspielerin Ania Rösler und Linksaußen Sara Walzik mit dabei sein, wenn sich die Mannschaft am kommenden Sonntag im Ostseebad Damp einfinden wird. Im Reservekader stehen mit Christina Rohde und Kerstin Wohlbold zudem zwei weitere Club-Spielerinnen.
Bereits einen Tag nach der Zusammenkunft geht es nach Dänemark zum GF World Cup, der in Aarhus ausgetragen wird. Gruppengegner der Deutschen sind Schweden, Rumänien und Olympiasieger Norwegen. Außerdem finden sich Weltmeister Russland, Dänemark, Frankreich und Ungarn im hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld wieder.
Krause, Rösler und Walzik sind aber nicht die einzigen Akteure, die Trainer Csaba Szücs in der kommenden Woche nicht zur Verfügung stehen werden. Der ehemalige FCN-Coach Herbert Müller berief nämlich Katrin Engel und Beate Scheffknecht für einen Lehrgang des österreichischen Nationalteams in der Wiener Südstadt ein. Anschließend steht ein Turnier in Amsterdam als Vorbereitung für die Europameisterschaft auf dem Programm, die Anfang Dezember in Mazedonien stattfinden wird.
In der Zwischenzeit arbeit der Verein weiter an der Verpflichtung von Kreisläuferin Ramona Dragan, die im mehrtägigen Probetraining überzeugt hatte. Sowohl Szücs als auch der sportliche Leiter Kurt Mäder würden die Rumänin gerne unter Vertrag nehmen. Bevor man allerdings endgültig alles in trockene Tücher bringt, muss der Aufsichtsrat der FCN Handball GmbH noch prüfen, ob man entsprechende Auflagen der Ausländerbehörden erfüllen kann.
Samstag, 4. Oktober 2008
Knappe Niederlage beim THC
Gegen Trier war es der Ausgleich, gegen Blomberg-Lippe der Siegtreffer für den FCN in der letzten Minuten. Heute beim Thüringer HC stand am Ende der Pfosten im Weg und so wurde es nichts mehr mit einem Punktgewinn. Mit 31:32 (16:15) unterlag man beim bis dato punktlosen Tabellenletzten aus Bad Langensalza. Stark agierte auf Seiten der Gastgeberinnen vor allem Marielle Bohm, die acht Mal einnetzte. Vor gut 700 Zuschauern konnte der THC gleich zu Beginn mit 2:0 in Führung gehen und die Fränkinnen mussten fast schon in gewohnter Manier einem Rückstand hinterher laufen. Die Anfangsphase scheint generell ein Problem bei den Mädels von Csaba Szücs zu sein, was die Truppe von Dago Leukefeld natürlich überhaupt nicht interessierte. Allerdings fing sich der Club relativ schnell und durch Christina Rohde ging man nach sieben Minuten mit 4:3 erstmalig in Führung. Die Halbrechte spielte groß auf, nachdem sie von Bundestrainer Armin Emrich nicht für den nächsten Lehrgang nominiert worden war. Die Wut im Bauch war ihr deutlich anzumerken, insgesamt war sie satte acht Mal aus dem Feld heraus erfolgreich. Dem Zwischenhoch folgte aber erneut ein Tief, was der Tabellenletzte ausnutzte, um durch Alexandra Uhlig auf 9:6 zu stellen. Daniela Noveska erhöhte kurz danach per Strafwurf sogar auf 10:6. Danach stellte Szücs wo immer in den letzten Spielen die Defensive um. Sara Walzik rückte wieder auf die Spitze einer 5:1-Abwehrformation und fortan lief es deutlich besser bei den Nürnbergerinnen. Bis zur Pause war die Partie plötzlich gedreht, nachdem Rohde, Kerstin Wohlbold und Ania Rösler in Serie erfolgreich waren.
In den zweiten 30 Minuten war es dann ein offener Schlagabtausch. Ständig ging es hin und her, gerade Rösler zeigte in dieser Phase ihre Klasse. Doch auf einmal verloren die Cluberinnen wieder den Faden und lagen mit 24:27 zurück, der erste Saisonsieg für den THC deutete sich zu diesem Zeitpunkt bereits an. Allerdings fügten sich die FCN-Mädels wie gehabt nicht einfach ihrem Schicksal, sondern taten alles, um die Begegnung doch noch zu drehen. Beim 28:29 war zunächst der Anschluss hergestellt. Doch das fehlende Glück beim Abschluss kehrte nicht zurück und zudem haderte man auf Gäste-Seite nun auch mehr und mehr mit der einen oder anderen Entscheidung der beiden Schiedsrichter. Zwar gelang beim 31:31 erneut der Ausgleich, doch im Gegenzug kassierte man sofort wieder einen Treffer und stand mit dem Rücken zur Wand. Exakt 1:54 Minute waren da noch zu spielen. Genügend Zeit also, um nochmals erfolgreich zum Abschluss zu kommen. Doch der letzte Wurf war symptomatisch für den ganzen Spielverlauf, Wohlbolds Ball landete am Pfosten und so setzte es die zweite Niederlage der Saison.
Torschützen: Bohm (8), Fabikova (5), Knytlova (5/1), Noveska (5/4), Uhlig (4/1), Dangel, Härdter (je 2), Starcek (1) - Rösler (10/4), Rohde (8), Walzik (5), Beck, Wohlbold (je 3), Engel (2)
Siebenmeter: 6/8 - 4/4
Zeitstrafen: 1 - 4